
Jürgs Safari-Abenteuer – Vier Nationalparks und unzählige Tierbegegnungen
Am 21. Oktober wurden wir vor unserem Hotel in Arusha von Leon und Ismail, unserem Safari-Guide und Fahrer, mit dem Toyota Land Cruiser abgeholt. Unser Safari-Abenteuer konnte beginnen!
Tarangire Nationalpark – Der erste Eindruck
Unser erstes Ziel war der Tarangire Nationalpark. Die Landschaft überraschte uns mit vielen grünen Flächen, zahlreichen Bäumen und einer vielfältigen Vogelwelt. Auch Affen konnten wir beobachten.
In den offenen Steppen begegneten wir Zebras, verschiedenen Antilopenarten, Giraffen und ganzen Elefantenherden. Schon am ersten Tag gab es viel zu entdecken.
Gegen Abend fuhren wir weiter nach Karatu. Der Weg zu unserer Unterkunft war lang, unbefestigt und ziemlich holprig. Doch die Ankunft lohnte sich: Uns erwartete eine recht luxuriöse Anlage mit Pool. Nach den vielen Eindrücken des Tages konnten wir uns dort wunderbar erholen.
Lake Manyara Nationalpark – Ein grünes Paradies
Am nächsten Morgen ging es früh los zum Lake Manyara Nationalpark. Im Vergleich zum Tarangire war dieser Park deutlich grüner und waldreicher.
Auch hier wurden wir mit zahlreichen Tiersichtungen belohnt. Der Höhepunkt war für mich die Begegnung mit einem weissen Nashorn. Ein eindrückliches Erlebnis, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Am Abend kehrten wir zu unserer Lodge zurück. Kurz vor dem Abendessen zog plötzlich ein heftiges Gewitter auf. Es stürmte und regnete in Strömen, und sogar kleine Hagelkörner fielen vom Himmel. Nach rund 40 Minuten war das ganze Spektakel zum Glück wieder vorbei.
Ngorongoro-Krater – Tiere auf engstem Raum
Am nächsten Tag erwartete uns bei schönstem Wetter der Ngorongoro-Krater, ein UNESCO-Weltnaturerbe.
Hier konnten wir in kurzer Zeit und auf relativ engem Raum unglaublich viele Tiere beobachten. Da sich zahlreiche Tiere auf dem Kraterboden aufhalten, waren die Chancen auf spannende Begegnungen besonders gut.
Fast alle Vertreter der Big Five bekamen wir zu Gesicht. Nur der Löwe und der Leopard fehlten uns an diesem Tag noch auf unserer Liste.
Am frühen Nachmittag ging unsere Reise bereits weiter in Richtung Serengeti Nationalpark.
Serengeti – Vom ersten Eindruck zur grossen Liebe
Die Fahrt zum Eingang des Serengeti Nationalparks war lang und erneut ziemlich holprig. Doch schon unterwegs wurden wir mit zahlreichen Tiersichtungen belohnt. Schliesslich erreichten wir unsere Zeltlodge mitten in der freien Wildnis. Kein Zaun, keine Absperrung – einfach Natur pur!
Ein besonderes Erlebnis war auch unsere Unterkunft. Wir lebten mitten in der Wildnis und waren von der Natur umgeben. Die Lodge-Mitarbeitenden erklärten uns, dass wir nach Einbruch der Dunkelheit unser Zelt nur in Begleitung verlassen sollten. Für den Weg zum Abendessen oder Frühstück mussten wir deshalb mit dem Funkgerät einen Guide rufen.
Wenn ich nach meinem ersten Eindruck eine Rangliste der vier Nationalparks hätte erstellen müssen, wäre die Serengeti zunächst auf dem letzten Platz gelandet. Die riesige, offene Steppe mit ihren vereinzelten Akazienbäumen wirkte auf mich eher karg und trostlos.
Doch wie sehr sich ein erster Eindruck täuschen kann!
Während unserer drei Tage in der Serengeti unternahmen wir mehrere Pirschfahrten zu unterschiedlichen Tageszeiten. Dabei entdeckten wir eine unglaubliche Vielfalt an Tieren. Am Ende hatten wir tatsächlich alle Big Five gesehen.
Wir begegneten so vielen Löwenrudeln und Elefantenherden, dass wir gegen Schluss unserer Safari nicht einmal mehr bei jeder Sichtung anhielten. Das hätte ich mir zu Beginn niemals vorstellen können!
Leoparden und Geparde standen allerdings noch auf unserer Wunschliste. Und auch hier hatten wir Glück: Wir wurden mit diesen faszinierenden Raubkatzen belohnt.
Im Nachhinein steht für mich fest: Trotz der kargen und auf den ersten Blick eher öden Landschaft ist die Serengeti ganz klar meine Nummer eins. Die Vielfalt und die Anzahl der Tiere sind einfach einzigartig.
Einen grossen Anteil an diesen Erlebnissen hatte unser Fahrer und Guide Ismail. Er besitzt ein aussergewöhnlich geschultes Auge und entdeckte Tiere aus mehreren hundert Metern Entfernung. Wir mussten oft lange suchen, bis wir überhaupt erkennen konnten, was er längst entdeckt hatte. Seine Erfahrung und sein Blick für die Natur haben unsere Safari zu etwas ganz Besonderem gemacht.
Ein Abenteuer, von dem man nicht genug bekommt
Insgesamt war es ein tolles und unglaublich abwechslungsreiches Safari-Abenteuer. Jeder Nationalpark hatte seinen eigenen Charakter und seine besonderen Reize. Man kann einfach nicht genug bekommen!
Am liebsten würde ich noch ein paar Tage länger bleiben. Besonders das Schlafen im Zelt mitten in der Wildnis hat mir gefallen. Die Nächte sind kühl, und rund um das Zelt hört man die unterschiedlichsten Geräusche und Tierstimmen. Man liegt im Bett und weiss, dass draussen die Wildnis lebt. Dieses Gefühl ist einfach fantastisch.
Auch kulinarisch wurden wir verwöhnt. Das Essen war hervorragend, und die Sonnenaufgänge sowie die Sonnenuntergänge waren wunderschön.
Leider ist unser Safari-Abenteuer nun schon vorbei. Mit vielen unvergesslichen Eindrücken, tollen Fotos und wunderbaren Erinnerungen im Gepäck fliegen wir heute nach Sansibar.
Dort lassen wir es uns während einer Woche gut gehen und erholen uns von unseren aufregenden Tagen in Tansania.
Asante sana, Tansania – danke für diese unvergesslichen
Erlebnisse!




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