
Mein Abenteuer auf dem Mount Meru – eine Nacht auf dem Weg zum Gipfel
Nachdem ich Jacqueline am Gate des Arusha-Nationalparks verabschiedet hatte, begann mein Abenteuer auf dem Mount Meru. Zu Fuss machten wir uns auf den Weg zur Miriakamba Hütte auf 2500müM Der Weg führte durch spannende Wälder, unterwegs mussten wir sogar einen breiten Bach überqueren. Nasse Füsse waren dabei natürlich inklusive!
Nach rund 10 Kilometern kamen wir zufrieden bei unserer ersten Hütte an. Mein Träger Wilson übergab mir mein Gepäck und zeigte mir, in welchem Zimmer ich schlafen würde. Unser Koch Emanuel hatte wieder einmal ein wunderbares Nachtessen zubereitet. Gut gegessen und zufrieden legte ich mich gegen 21.00 Uhr schlafen.
Am nächsten Morgen brachte mir Bernhard, unser Helfer, Wasser zum Waschen und Zähneputzen sowie einen Kaffee aufs Zimmer. Etwa eine halbe Stunde später, gegen 7.00 Uhr, wurde das Frühstück serviert. Um 8.00 Uhr ging es bereits weiter.
Unser nächstes Ziel war die sogenannte Saddle Hütte 3500 müM. Nach ungefähr sieben Kilometern erreichten wir unser Quartier. Da wir bereits um die Mittagszeit dort ankamen, blieb am Nachmittag noch Zeit für eine kleine Wanderung auf den Little Meru. Dieser liegt auf rund 3’800 Metern über Meer.
Zurück bei der Hütte bekam ich ein kleiner Snack mit Kaffee, Popcorn und Biskuits serviert. Das Abendessen wurde schon um 17.30 Uhr serviert. Danach hiess es: ausruhen und möglichst etwas Schlaf bekommen. Denn die Nacht würde kurz werden!
Mitten in der Nacht begann der Aufstieg
Um 23.00 Uhr weckte mich Bernhard zu einem kleinen Frühstück. Um Mitternacht machten wir uns schliesslich auf den Weg zum Gipfel.
Die Nacht war so kurz und ich war derart aufgeregt, dass ich kein Auge zugetan hatte. Gut ausgerüstet mit warmen Kleidern und Stirnlampe liefen wir in die Dunkelheit hinaus.
Der Aufstieg war anspruchsvoll und ziemlich anstrengend. Wir mussten über Felsen klettern und uns teilweise an Ketten festhalten, damit wir auf dem steinigen Weg nicht abrutschten. Da war volle Konzentration gefragt!
Doch die Anstrengung lohnte sich. Als endlich die Sonne aufging, zeigte sich der Kilimanjaro im Hintergrund im schönsten Morgenlicht. Ein unglaublicher Anblick und ein Moment, den ich so schnell nicht vergessen werde.
Nach ungefähr sieben Stunden Aufstieg erreichten wir schliesslich den Gipfel des Mount Meru. Natürlich durfte ich dort oben ein paar Erinnerungsfotos machen. Stolz und glücklich, es geschafft zu haben, genoss ich diesen besonderen Augenblick.
Der lange Rückweg
Nach einer kurzen Pause ging es auf demselben Weg wieder hinunter. Was beim Aufstieg schon anspruchsvoll gewesen war, verlangte mir nun nochmals einiges ab. Etwas müde und mit einem gewissen Respekt vor den steilen Felsen musste ich mich erneut konzentrieren und vorsichtig hinunterklettern.
Nach insgesamt gut elf Stunden Marschzeit kamen wir endlich wieder bei unserer Hütte an. Ich war müde, aber zufrieden und vor allem glücklich, dass ich den Gipfel erreicht hatte.
Viel Zeit zum Ausruhen blieb allerdings nicht. Nach einer kleinen Mahlzeit packte ich meine sieben Sachen zusammen, und etwa eine Stunde später machten wir uns erneut auf den Weg. Unser nächstes Ziel war die untere Hütte. Dafür lagen nochmals rund sieben Kilometer und ungefähr vier Stunden Fussmarsch vor uns.
Zurück in der Zivilisation
Heute Morgen um 8.00 Uhr machten wir uns nach dem Frühstück auf den letzten Abschnitt unserer Wanderung. Noch einmal ging es zu Fuss zurück zum Ausgang des Arusha-Nationalparks.
Und jetzt sitze ich frisch geduscht und frisch rasiert, aber ziemlich müde in meinem Hotelzimmer. Hier habe ich Jacqueline wieder getroffen.
Hinter mir liegen ein spannendes Abenteuer, eine schlaflose Nacht, ein anspruchsvoller Gipfelaufstieg und viele unvergessliche Eindrücke.
Der Mount Meru ist geschafft! Und ich freue mich jetzt auf ein wenig Erholung – und darauf, Jacqueline von meinem Abenteuer zu erzählen.




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