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4. + 5. Tag – Tromsø

Eineinhalb Tage waren wir auf hoher See unterwegs in Richtung Tromsø. Die Wellen waren zeitweise ziemlich hoch und das Schiff schaukelte heftig, sodass unsere Nächte etwas unruhig waren.


In Tromsø angekommen, stand am Abend bereits unser erster Ausflug auf dem Programm: ein Besuch in einem Polarcamp etwa eine Stunde ausserhalb der Stadt. Dort, fernab von störender Lichtverschmutzung, hofften wir auf einen unvergesslichen Blick auf die Nordlichter. Den ganzen Abend über beobachteten unsere Guides aufmerksam das Wetter und den Himmel, und zwischendurch wechselten wir auch mehrmals den Standort. Leider meinte es das Wetter nicht gut mit uns — der Himmel war meist stark bewölkt und immer wieder setzte Regen ein. So blieb uns das Schauspiel der Nordlichter diesmal leider verwehrt. Gegen 1 Uhr nachts kehrten wir etwas enttäuscht an Bord zurück.


Die Nacht war kurz, denn bereits am Freitagmorgen wartete schon der nächste Ausflug auf uns. Dieses Mal ging es zu einer Rentierfarm etwas ausserhalb von Tromsø. Diese Farmen werden traditionell von den Samen, dem indigenen Volk des Nordens, geführt und bewirtschaftet.


Auch an diesem Tag regnete es in Strömen. Trotzdem war es ein besonderes Erlebnis, die Rentiere mit kleinen Futterpellets zu füttern. Zwischendurch konnten wir uns immer wieder in den Hütten und Jurten aufwärmen. Dort wurden warme Getränke und Cookies serviert, was bei dem nassen Wetter besonders gut tat.


Zum Mittagessen gab es wahlweise Rentierstew oder Gemüsesuppe. Die geplante Schlittenfahrt mit den Rentieren musste allerdings leider abgesagt werden. Normalerweise liegen im März hier noch rund zwei Meter Schnee, doch in diesem Jahr hatte der Frühling bereits Ende Februar Einzug gehalten.


Auch wenn wir weder Nordlichter noch eine Schlittenfahrt erleben durften, bleiben die Tage in Tromsø für uns dennoch besonders — rau, nass, ursprünglich und voller echter nordischer Eindrücke.


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